Allkampf-Jitsu - Der Weg ist das Ziel

Autor: Ulrich Geißler
6. Dan Allkampf-Jitsu

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Einführung

Allgemeines zu Technik
und Trainining


Gliederung der Ausbildung
im Allkampf-Jitsu





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Gymnastik

Normalerweise gehört die Gymnastik unter die Rubrik Trainingsaufbau im Allkampf-Jitsu und sollte dort nur mit einigen Sätzen Beachtung bekommen. Die Praxis lehrt den Kampfsporttrainer jedoch, daß bei einem neuen Schüler oftmals erst einmal die vorhandenen Bewegungsdefizite einigermaßen ausgeglichen werden müssen, um dem eigentlichen Kampfsporttraining ein Grundlage zu geben, auf der aufgebaut werden kann.

Dehnungsmethoden

Die Trainingslehre unterscheidet mehrere Trainingsmethoden: Bei der dynamischen Methode tastet man sich durch Federn oder Wippen schrittweise an die Dehnungsgrenze heran.
Beim statischen Dehnen (Stretching) hingegen wird die Dehnungsstellung gehalten. Beide Methoden können auf aktive und passive Art geschehen: Während die aktive Dehnung eines Muskels durch die Kontraktionskraft des muskulären Gegenspielers bewirkt wird, wird die passive Dehnung ohne eigene muskuläre Leistung mit Hilfe eines Gerätes oder Partners ausgeführt.

Dehnungsreflex und autogene Hemmung

Wahrscheinlich hat jeder schon diesen Widerstand in der Muskulatur gespürt, der sich beispielsweise bei einer Oberkörpervorbeuge aufbaut und mit zunehmender Dehnung stärker und schließlich schmerzhaft wird. Zu Beginn einer Dehnung geben die kontraktilen Elemente in der Muskelfaser nach, da sie sich leicht verformen lassen. Erst bei fortgesetztem Zug baut sich eine Hemmung auf, die durch ein Signal aus der Muskelspindel reflektorisch ausgelöst wird. Diese Muskelspindeln sind kleine, parallel zu den Muskelfasern eingelagerte Registrierorgane, die an jeder Längenveränderung des Muskels teilnehmen. Ab einem bestimmten Spannungsreiz reagiert die Muskelspindel mit einem Impuls. Dies ist ein Signal, das den Muskel vor Überdehnung und Rissen warnt. Die gleiche Aufgabe haben die Sehnenspindeln, die am Übergang zwischen Muskel- und Sehnenfasern sitzen und als Sensoren für die Spannung der Sehne wirken. Da sowohl bei Kontraktion als auch bei Dehnung ein Zug auf die Sehne ausgeübt wird, reagieren die Sehnenspindeln in beiden Fällen mit einem Impuls. Ihre Reizschwelle liegt jedoch höher als die der Muskelspindeln. Wird nun ein Muskel gedehnt, so ist dies zunächst ein Reiz für die Muskelspindel und der sog. Dehnungsreflex wird ausgelöst.

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