Allkampf-Jitsu - Der Weg ist das Ziel

Autor: Ulrich Geißler
6. Dan Allkampf-Jitsu

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Allgemeines zu Technik
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Fallschule

Das Fallen ist eines der wichtigsten Dinge in der Selbstverteidigung. Fallen heißt den Körper beim Fall in der richtigen Position zur Erde bringen.
Ein guter Faller fällt nicht, er „setzt auf“, wie ein guter Segelflieger. Nehmen wir den Weg der Natur und beobachten Sie ein Kleinkind. Es nutzt unbewußt die natürliche Fallkunst.
Wir lernen bei einem Sturz nach vorne, den Körper gestreckt zu halten und ihn auf keinen Fall mit den Knien und den Händen oder Ellenbogen abzufangen. Ältere Menschen sieht man im Winter oft auf vereisten Wegen in dieser falschen Position hart hinfallen. Der Körper bleibt also gestreckt. Die angewinkelten Innenarme fangen mit der Weichseite der Arme den Sturz ab; der Körper liegt hohl. Das Kleinkind fällt ähnlich. Es hat die Kraft und Körperbeherrschung noch nicht, den Körper hohl abzufangen, doch streckt es die Arme - bildet als keine Ecken - und hebt das Kinn hoch, damit es die Erde nicht berührt.
Viele Anfänger ängstigen sich vor dem Fallen. Das ist jedoch unbegründet.

Die Allkampf-Jitsu-Rolle
(Fallen über die rechte Schulter)

Füße und linke Hand bilden ein Dreieck.
Anschließend wird die rechte Kleinfingerseite mittig aufgesetzt und über den gesamten gestrechten Arm zur Schulter abgerollt.
Dabei wird nach links geschaut und das Kinn angezogen.
Das linke Bein wird in der Luft angewinkelt, so daß man in den Kniestand rollt (Dreiecksstand).
Von da aus folgt der Übergang in die Angriffs- bzw. Verteidigungsstellung.

Fallen können Sie erst dann richtig, wenn Sie „intuitiv“ den Fall „geschehen lassen.“ Denken Sie nicht, wenn Sie fallen und fallen Sie nicht, wenn Sie denken.

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